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	<title>Kletterszene - Klettern und Bouldern - News, Videos und Stories &#187; Tobias Stampfl</title>
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	<description>Gebiete, Topos, Themen rund ums Klettern &#38; Bouldern</description>
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		<title>Ein halbes Jahr Klettern [Australien]</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 18:36:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klettergeschichte(n)]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Idee dazu hatten wir schon am Ende unseres Sportstudiums und kaum ist ein Jahr vergangen, haben wir es geschafft. Die Rucks&#228;cke sind vollgepackt mit Friends und Keilen, weil wir geh&#246;rt haben, dass in Australien relativ wenige Bohrhaken in den W&#228;nden stecken. Wir haben uns viel vorgenommen f&#252;r dieses halbe Jahr...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://kletterszene.com/wp-content/gallery/australien/p1010627.jpg" alt="p1010627" width="504" height="173" />Am 1. Oktober 2008 ist es soweit:<em> Moritz </em>und ich sitzen voller Vorfreude auf ein halbes Jahr Klettern im Flugzeug nach <em>Sydney</em>. Die Idee dazu hatten wir schon am Ende unseres Sportstudiums und kaum ist ein Jahr vergangen, haben wir es geschafft. Die Rucks&#228;cke sind vollgepackt mit <em>Friends</em> und <em>Keilen</em>, weil wir geh&#246;rt haben, dass in Australien relativ wenige <em>Bohrhaken</em> in den W&#228;nden stecken. Wir haben uns viel vorgenommen f&#252;r dieses halbe Jahr: Alle gro&#223;en Klettergebiet der Ostk&#252;ste und Tasmaniens sollen beklettert werden und das sind eine ganze Menge. Man glaubt gar nicht, wie viele Gebiete es auf dem flachsten Kontinent der Welt gibt. Aber noch sind wir ja nicht da und so versuchen wir unseren 24 st&#252;ndigen Flug mit Rotwein zu verk&#252;rzen, wobei uns das Flugpersonal von <a title="Korean Air." href="http://www.koreanair.com/" target="_blank"><em>Korean Air</em> </a>tatkr&#228;ftig unterst&#252;tzt.<br />
<img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" src="http://kletterszene.com/wp-content/gallery/australien/p1000524.jpg" alt="p1000524" width="202" height="151" />In Sydney gelandet, ist uns von dem roten Ges&#246;ff, das sie uns als Rotwein angedreht haben, und der guten Boardk&#252;che kotz&#252;bel. Doch zum Gl&#252;ck werden wir von meiner Freundin abgeholt und k&#246;nnen bei ihren „housemates“ f&#252;r ein paar Tage wohnen. Doch Zeit ist kostbar, also muss so schnell wie m&#246;glich ein fahrbarer Untersatz her. Nachdem wir uns einige recht gew&#246;hnliche Travelervans angeschaut haben, finden wir unser Traumauto: einen <a title="Mitsubishi Homepage Oldtimer" href="http://www.mitsubishi-motors.de/services/multimedia/fotogalerie/l300" target="_blank">1984er Mitsubishi L300 4WD Bus</a>: facegelifted, gasbetriebenen, sch&#246;n verrostet und von gelber Farbe. Gekauft, vollgepackt, losgefetzt.</p>
<p>Unser erstes Ziel sind die Blue Mountains, westlich von Sydney. Nach zwei Stunden Fahrt kommen wir auch schon in Blackheath an, dem unumstrittenen Kletterzentrum des Landes. Viele Kletterer aus ganz Australien und sogar Neuseeland haben sich hier niedergelassen und bilden eine extrem lebendige Szene. Ihr Spielplatz sind die kilometerlangen bis zu 200 Meter hohen Felsb&#228;nder, welche sich an den Abbr&#252;chen der „Blauen Berge“ entlang ziehen. Die Lage auf 1000 m Seeh&#246;he bringt es mit sich, dass es in den N&#228;chten relativ kalt wird, tags&#252;ber findet man aber beste Kletterbedingungen vor.<img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="http://kletterszene.com/wp-content/gallery/australien/p1010234.jpg" alt="p1010234" width="234" height="175" /><br />
Wir suchen uns den erstbesten Sektor aus dem in Sydney erworbenen F&#252;hrer heraus, packen zusammen und los geht’s. So, wie war das noch mal mit dem giftigen Getier? Australien gilt doch als giftigster Kontinent der Welt. Giftige Schlangen, Spinnen, Fische und Krokodile sind hier anzutreffen. Sch&#246;n mitten im Busch zu sein, wo es vor diesen Viechern wahrscheinlich nur so wimmelt. Jeder mit einem Stock bewaffnet, setzen wir unseren Zustieg vorsichtig fort, bis wir ohne giftigen Angriff von <a title="Wiki und die Killerschlangen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlangen" target="_blank">Killerschlangen</a> am Fels ankommen.<br />
Unser erstes Klettererlebnis ist sehr deprimierend, denn in der Sonne ist es brutal hei&#223; und mit dem plattigen, extrem rauen Fels kommen wir auch noch nicht so gut zurecht. So zieht es uns in der ersten Woche brutal die Haut von den Fingern, dennoch gew&#246;hnen wir uns aber recht schnell an die Kletterei und bald fallen die ersten „Achter“. Die Blue Mountains sind sehr vielf&#228;ltig. Obwohl man sich in sch&#246;nen, selbst abzusichernden Sandkastenrissen in die Hosen machen kann, findet man auch gut <img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" src="http://kletterszene.com/wp-content/gallery/australien/tas-249.jpg" alt="tas-249" width="232" height="174" />abgesicherte Sportkletterrouten in allen Schwierigkeits-graden und 200 Meter lange Multi-Pitch Routen in bestem Gestein. Die folgenden Wochen gehen im Nu vorbei und wenn wir nicht gerade klettern, gehen wir slacken, entspannen oder erforschen die Australische Kultur.<br />
Die Menschen hier sind sehr freundlich und hilfsbereit, so wird auch mal an der Kasse im Supermarkt zehn Minuten geplaudert und keinen st&#246;rt das hinter dir in der Schlange. Abends sitzen wir am Feuer, trinken ab und zu ein Bier und philosophieren &#252;ber Gott und die Welt. Nach eineinhalb Monaten in den Blue Mountains und einigen sehr sch&#246;nen Klettererfahrungen entscheiden wir uns zur Weiterfahrt zum Mt. Arapiles.</p>
<p>Die Reise dauert lang. Wir m&#252;ssen ca. 1300 Kilometer mit unserem „B&#228;da“ (so haben wir unseren Van getauft) mit einer Spitzengeschwindigkeit von 70 Kmh zur&#252;cklegen. Eigentlich sollte man in Australien wegen der wilden Tieren nicht in der Nacht fahren, doch wir wollen unbedingt wieder Fels zwischen den Fingern sp&#252;ren. So cruisen wir gem&#252;tlich durch die Nacht und erlegen prompt ein K&#228;nguru, was unseren „B&#228;da“ nicht weiter st&#246;rt. Der wackelt nur einmal kurz und rollt dann v&#246;llig unbeeindruckt die immer nur schnurgerade Stra&#223;e weiter. Das Erlegen von K&#228;ngurus mit dem Auto ist hier zu Lande ganz normal, wie wir von Australiern sp&#228;ter erfahren. Deshalb haben die meisten Autos einen „Bullbarn“ vorne dran. Nachdem unser Auto <img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="http://kletterszene.com/wp-content/gallery/australien/p1010266.jpg" alt="p1010266" width="212" height="311" />allerdings mitten zwischen zwei D&#246;rfern, die ca. 100 Kilometer auseinander liegen, einfach stehen bleibt, schauen wir ziemlich verdutzt drein. Nach einer halben Stunde Reparieren haben wir das Problem (einen lockeren Kontakt an der Batterie) behoben und d&#252;sen weiter durch die Nacht.<br />
Nach zwei Tagen im Auto erreichen wir ziemlich ausgelaugt unser Ziel. Der Mt. Arapiles ragt 200 Meter aus der ihn umgebenden, brettlebenen Landschaft heraus. Schon von Weitem sieht man das zwei Kilometer lange Felsenband, an dem es allerfeinste Sandsteinrisse, Verschneidungen und Wandklettereien gibt. Ziemlich alle Routen m&#252;ssen selbst abgesichert werden. Vom Campground „The Pines“, der direkt unter dem Monoliten liegt, lassen sich alle Sektoren zu Fu&#223; schnell erreichen und wer tags&#252;ber noch nicht genug bekommen hat, kann abends an den unz&#228;hligen Boulderbl&#246;cken abh&#228;ngen. Klingt fantastisch, ist es f&#252;r uns aber leider nicht. Wir haben die falsche Jahreszeit gew&#228;hlt und so gibt es neben 35 Grad im Schatten tausende von Sandfliegen, die w&#228;hrend des Kletterns oder auch sonst bei lebensnotwendigen Unternehmungen in s&#228;mtliche K&#246;rper&#246;ffnungen fliegen. Nach f&#252;nf Tagen Fliegenterror sind wir psychisch so am Ende, dass wir uns f&#252;r die Weiterfahrt nach Tasmanien entscheiden. In diesen f&#252;nf Tagen klettern wir allerdings f&#252;nf ausgesprochen sch&#246;ne Tradrouten, die den Wunsch nach einem sp&#228;teren Wiedersehen mit diesem Gebiet unterst&#252;tzen.<br />
Nach einem Abstecher in die Grampians, die etwa 100 Kilometer entfernt liegen, wo es aber genau so von Fliegen wimmelt, f&#252;hrt unser Weg weiter nach Melbourne auf die F&#228;hre „ Spirit of Tasmania“.</p>
<p>Tasmanien ist eine gebirgige Insel im S&#252;den von Australien. Sie ist bekannt f&#252;r ihre abgelegenen Risse und besitzt die h&#246;chsten Kliffs Australiens. Im Gegensatz zu den hohen Rissw&#228;nden findet man auch kurze Sport- und Tradrouten, die man in kurzer Zeit von der Stra&#223;e aus erreicht. Die meisten Gebiete kann man in drei Stunden von der Hauptstadt Hobart aus erreichen. Beim Gestein handelt es sich haupts&#228;chlich um Sand- und Doloritgestein.<br />
Wir starten in Hillwood, dem gr&#246;&#223;ten Sportklettergebiet der Insel, das 30 Kilometer von Launceston, der gr&#246;&#223;ten Stadt im Norden Tasmaniens, entfernt liegt. Die 30 Meter hohen Felsen aus Vulkangestein sehen aus wie Dinosaurierr&#252;cken, auf denen man eine sehr eigene Art von Klettern an absch&#252;ssigen Seitleisten bewerkstelligen muss. Wir verbringen hier eine Woche und fahren dann weiter in den S&#252;den nach Hobart.<br />
<img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" src="http://kletterszene.com/wp-content/gallery/australien/p1040645.jpg" alt="p1040645" width="215" height="287" />Als wir am Mt. Wellington eine Multipitch Tradroute hinauftun, staunen wir nicht schlecht, als es pl&#246;tzlich zu schneien beginnt. Doch in Tasmanien ist das Klima ozeanisch. Die Winter fallen dadurch relativ mild aus. Anderseits ist die Insel eine der wenigen Landmassen im Bereich der sogenannten „Donnernden Vierziger“. Daher ist das Wetter meist windig bis st&#252;rmisch, regnerisch und unbest&#228;ndig. Alle Jahreszeiten lassen sich hier an einem Tag durchleben.<br />
Naja wir sind eh schon fast oben. Also „traden“ wir die letzte L&#228;nge noch schnell hoch und fahren dann an einer eingerichteten Abseilpiste wieder ab. Am n&#228;chsten Tag versuchen wir uns wieder beim Sportklettern, wobei uns die 50- Meter-Touren als etwas lang, jedoch wundersch&#246;n vorkommen. Nach ein paar Tagen am Mt. Wellington f&#252;hrt uns unsere Reise nach „Tasman Peninsula“. Hier steht der ber&#252;hmte „Totem Pole“, der eigentliche Grund f&#252;r mich, auf dieser Insel zu sein. Der 70 Meter hohe Stick steht mitten zwischen dem Festland und einer kleinen Abspaltung davon im Meer. Doch als wir ihn nach zweist&#252;ndigem Zustieg endlich erreichen, werden wir entt&#228;uscht: Durch den hohen Swell³ an diesem Tag ist die erste Seill&#228;nge klitschnass, so dass wir keine Chance haben, unser Objekt der Begierde zu besteigen. Nachdem wir am n&#228;chsten Tag den Moai, den kleinen Bruder des Totem Poles, erklommen haben, schl&#228;gt das Wetter um und zwingt uns zur Weiterfahrt an den Mt. Brown.<br />
Im zweitgr&#246;&#223;ten Sportklettergebiet der Insel, das direkt an den Felsabbr&#252;chen des Meeres liegt, treffen wir Nick Hancock. Nick ist ein durchgeknallter Engl&#228;nder, der vor zehn Jahren von England nach Tasmanien gezogen ist und seitdem einer der Hauptpioniere der Insel ist, was die Kletterei anbelangt. Nach ein paar netten Plaudereien mit ihm und einigen 40 Meter-Touren von ihm, trotten wir gut gelaunt &#252;ber die ausged&#246;rrte H&#252;gellandschaft zur&#252;ck zu unserem Auto. Pl&#246;tzlich windet sich blitzschnell etwas Zischendes auf dem weg und verschwindet im Geb&#252;sch. Ich springe erschrocken einen Riesensatz nach hinten und realisiere im n&#228;chsten Moment erst, was das gerade<img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="http://kletterszene.com/wp-content/gallery/australien/p1000366.jpg" alt="p1000366" width="254" height="189" /> war, eine sogenannte Brown Snake, wie wir sp&#228;ter von Nick erfahren. Sie bei&#223;en bei St&#246;rung sehr schnell zu und z&#228;hlen zu den giftigsten Schlangen der Welt. Schnell wieder mit St&#246;cken bewaffnet tasten wir uns weiter und sto&#223;en auf vier weitere Schlangen. Hier muss irgendwo ein Nest sein. Nichts desto trotz kommen wir am n&#228;chsten Tag wieder hierher zum Klettern, jedoch immer auf der Hut vor den bissigen Freunden.<br />
In den n&#228;chsten zwei Wochen fahren wir mal hier hin mal dort hin, aber irgendwie fehlt uns die Motivation zum Klettern. Also beschlie&#223;en wir, dass jeder von uns mal f&#252;r sich alleine etwas unternimmt. So trennen wir uns das erste Mal seit drei Monaten. Ich begehe mit meiner Freundin den Overlandtrack, einen Track, der f&#252;nf Tage durch das Inland Tasmaniens f&#252;hrt und Moritz geht zum Surfen an die Westk&#252;ste. Danach treffen wir uns wieder voller Tatendrang und fahren noch einmal zum Totem Pole.</p>
<p>Als wir dort ankommen, ist das Wetter und der Seegang nahezu perfekt. Wir seilen uns vom Festland 70 Meter ab, schwingen hin&#252;ber, was sich als nicht gerade einfach gestaltet, weil sich Carrots¹ aus dem Schwingen nicht gerade leicht einh&#228;ngen lassen. Nach ca acht Versuchen hat es Moritz aber geschafft und wir sitzen zwei Meter &#252;ber dem Meer im Stand. Die ersten Meter sind etwas schmierig und die Absicherungsm&#246;glichkeiten lassen auch zu w&#252;nschen &#252;brig, doch da m&#252;ssen wir jetzt hoch, denn auf 70 Meter prusiken haben wir doch keine Lust. Nach f&#252;nf Metern kann ich einen schlechten Keil platzieren, doch der erste Carrot¹ kommt erst nach weiteren f&#252;nf Metern. Ich stopfe noch einen halbscharigen Stopper dr&#252;ber und weiter gehts. Jetzt blo&#223; nicht fallen, denn sonst nehm ich ein k&#252;hles Bad in der Tasmanischen See, in der es bestimmt von Haien nur so wimmelt. Bei&#223;en, durchziehen und <img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" src="http://kletterszene.com/wp-content/gallery/australien/p1010627.jpg" alt="p1010627" width="234" height="176" />da ist auch schon der erste Carrot Bolt. Der Rest ist auch noch anspruchsvoll, aber gut abzusichern, au&#223;erdem kommt ab und zu ein Haken. Die zweite Seill&#228;nge ist eine gut abgesicherte, ausgesetzte 8 an der 40 Meter Kante des Poles. Nur am Schluss kommt noch einmal eine wacklige Stelle ein paar Meter &#252;ber dem letzen Friend. Oben angekommen sind wir &#252;bergl&#252;cklich unseren Traum verwirklicht zu haben und genie&#223;en noch paar Minuten auf dem Gipfelplateau bevor wir uns per Seilbr&#252;cke wieder ans Festland schwingen. Am Abend treffen wir noch einen Freund aus Frankreich, den wir in den Blue Mountains kennengelernt haben. Er will am n&#228;chsten Tag auch den Pole klettern und wir geben ihm und seinem Partner aus Afrika Tipps, w&#228;hrend wir unseren Erfolg am Lagerfeuer feiern. Ihr Versuch wird allerdings nass beginnen, denn der Franzose st&#252;rzt vor dem ersten Haken und f&#228;llt ins Wasser, verletzt sich aber nicht und sie klettern den Pole auch. Mit dem Totem Pole endet unser Aufenthalt in Tasmanien und wir machen uns auf zum Festland Australiens, doch vorerst nicht zum Klettern. Ich will die Ostk&#252;ste erkunden und das machen wof&#252;r Australien bekannt ist: surfen und traveln.<img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="http://kletterszene.com/wp-content/gallery/australien/p1000371.jpg" alt="p1000371" width="219" height="293" /></p>
<p>Nach diesem Monat „Urlaub“ treffen Moritz und ich uns in den Blue Mountains wieder. Auf dem Weg die Ostk&#252;ste entlang hat es mit unserem Auto einige Probleme gegeben. Wir hatten einen Getriebeschaden, die Kupplung wurde repariert und die letzten Wochen sprang unser Karrn leider nur noch selten normal an. So mussten wir viel investieren um ihn wieder auf Vordermann zu bekommen und entscheiden uns deshalb, ihn zu verkaufen. Es vergehen noch zwei Wochen, in denen wir K&#228;ufer suchen und wegen schlechten Wetters nur sehr selten zum kraxln kommen. Nachdem wir diese Episode hinter uns haben, beziehen wir unser neues Lager in einem alten schimmligen Haus, in dem ein alter australischer Kletterer (Steve) uns ein Zimmer vermietet. Wir wohnen nun in Blackheath und die Felsen kann man zu Fu&#223; oder trampend in einer halben Stunde erreichen. Von nun an geht es wieder aufw&#228;rts. Projekte werden gesucht, ausgebouldert und durchstiegen, abends wird gekocht und mit Steve bei einigen Long Necks² &#252;bers Klettern und die Welt geplaudert oder einfach nur entspannt. Wir freunden uns mit zwei Kletterern aus Hong Kong an, die auch bei uns im Haus wohnen und bis heute dort sind. Wenn es zu hei&#223; ist, fahren wir zu einer Gumpe, bei der man Klippenspringen und auch Deep Watern kann oder gehen Slacklinen.<br />
Wir genie&#223;en unsere letzten Wochen in Australien. Nach einem etwas ungl&#252;cklichen Versuch uns in eine &#252;berh&#228;ngende 200 Meter-Wand abzuseilen, aus der ich mich nur mit M&#252;h und Not „retten“ kann, gelingt uns zum <img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" src="http://kletterszene.com/wp-content/gallery/australien/p1010338.jpg" alt="p1010338" width="200" height="267" />Abschluss noch die schwierigste Mehrseill&#228;ngentour in den „blauen Tafelbergen“.</p>
<p>Alles in allem war unsere Zeit hier eine sehr erfolgreiche: Wir haben ein au&#223;ergew&#246;hnliches Land mit netten Leuten und einer besonderen Mentalit&#228;t kennen gelernt und bringen viele, sehr sch&#246;ne Erinnerungen und Erfahrungen mit nach Hause, als wir am 5. April wieder in M&#252;nchen landen. Australien war seine Reise wert und wir haben nat&#252;rlich noch sehr viel mehr erlebt, ertragen, gesehen und beklettert als in diesem Bericht beschrieben wurde. Ich werde bestimmt noch einmal nach Australien aufbrechen um am Mt. Arapiles, den Grampians und dem noch nicht genannten Granitgebiet Mt. Buffalo zu klettern. Und es gibt ja auch noch die Westk&#252;ste!<br />
Das hei&#223;t ein halbes Jahr ist viel zu kurz um ganz Australien zu erforschen, doch das was ich bisher gesehen und geklettert habe, war das Beste in meiner bisherigen Kletterlaufbahn.</p>
<p>¹  australischer Bolt, an den man die Lasche erst selbst dranh&#228;ngen muss bevor man klinken kann<br />
²  0.75 ml Bier<br />
³ St&#228;rke der Brandung/Wellen</p>
<p>Text: <a title="Blog von Tobi " href="http://kletterdudes.blogspot.com/" target="_blank">Tobis Stampfl</a> Fotos: Tobias Stampfl</p>
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