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Macht der Alpenverein den Weg frei für einen fairen Wettbewerb? [Klever e.V.]

17. Dezember 2009 | Bayern | Kletterhallen | News | Veröffentlicht von ese | 2 Kommentare

Der Klever e.V. verdeutlicht seinen Standpunkt und reagiert auf das DAV Statement, sowie diversen Presseberichten:

Um Missverständnissen entgegenzutreten, verdeutlicht der Kletterhallenverband KLEVER e.V. seine Position mit Hinweis an dieser Stelle auf den vorletzten Absatz der vorangegangenen Pressemitteilung vom 1.12.09:

„Es geht hier nicht um die allgemeine Gemeinnützigkeit des DAV, oder darum, was der Deutsche Alpenverein leistet und geleistet hat. Es geht um ungleiche Rahmenbedingungen, Verdrängung der Inhabergeführten Hallen, um Wettbewerbsverzerrung. Und: Das alles geschieht mit öffentlichen Geldern.“

Seitens des DAV-Hauptgeschäftsführers, Herrn Thomas Urban, wird eingeräumt: „DAV-Kletterhallenprojekte könnten grundsätzlich nicht gemeinnützig sein“.

Dieser einleitende Satz bestätigt die Forderung des Kletterhallenverbandes KLEVER e.V., dass Kletterhallen aus der gemeinnützigen Sektionstätigkeit ausgeklammert werden müssen.

Dennoch werden Anlagen auf Grundstücken errichtet, die auf günstigster Erbpacht von den Städten zur Verfügung gestellt werden, Gebäude mit Fördergeldern errichtet und diese ganz oder teilweise im Nachgang an gewerbliche Pächter vermietet.

Die im DAV Statement aufgeführten „gemeinwohlorientierten Angebote“ werden von DAV- und gewerblich organisierten Kletterhallen entgeltlich angeboten und wirtschaftlich abgerechnet und sollten wegen dieser Übereinstimmung auch gleich besteuert werden.

Macht der Alpenverein den Weg frei für einen fairen Wettbewerb?

Brennpunkte wie Berlin, wo eine DAV Sektion ein Leistungszentrum in direkter Nähe zu einem KLEVER Mitglied errichten will, werfen die Frage auf, ob wirklich öffentliche Gelder fließen müssen, obwohl es am Standort ausreichend Klettermöglichkeiten gibt.

Funktionierende Kooperationsmodelle (Win-Win Situationen) zwischen KLEVER – Mitgliedshallen und DAV Sektionen sind im Bundesgebiet mehrfach vorhanden und zeigen unmissverständlich, dass es alternative Lösungen gibt.

Zentrale Fragen die zu klären sind:

  • Ist der Betrieb von nicht gemeinnützigen Kletteranlagen das richtige Betätigungsfeld für einen gemeinnützigen Verein?
  • Warum lässt sich der DAV seine Kletterhallenprojekte mit so viel öffentlichen Geldern bezuschussen?
  • Sind die Richtlinien für diese Subventionen noch „up to date“?
  • Kann man bei Jahresumsätzen von über € 800.000,- noch von „Vereinshalle“ sprechen?
  • Fragen, die einerseits mit den Betroffenen am runden Tisch, aber auch in der Öffentlichkeit und in der Politik diskutiert und geklärt werden müssen.
  • Der Kletterhallenverband KLEVER e.V. behält sich vor, dies zu prüfen.

Andrea Hailer, i.A. Kletterhallenverband KLEVER e.V

Der Kletterhallenverband KLEVER e.V. vertritt die Interessen von derzeit 35 gewerblichen
Kletteranlagen in Deutschland, sowie Österreich und der Schweiz.
Den Fachverband für künstliche Kletteranlagen gibt es seit 2005
1.Vorsitzender: Norbert Kunz
2.Vorsitzender: Edgar Faller

Text: Andrea Hailer / http://www.kletterhallenverband.de

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2 Anworten zu “Macht der Alpenverein den Weg frei für einen fairen Wettbewerb? [Klever e.V.]”

  1. Ich bin ( nicht mehr Lange ) DAV Mitglied. Ich wollte mit einem befreundetem Ergotherapeuten in der DAV Halle Amberg
    ADS/ADHS Kinder in Rahmen des Therapeutischen Kletterns betreuen. Uns möchten sich u. Umst. noch weitere Therapeuten anschließen. Das wäre eine großartige Sache für die Gesundheit und die Gesellschaft. und damit ist wirklich nicht viel verdient. Da gehts in erster Linie um die Kinder!!.

    Auskunft eines Mitglieds vom Vorstand der DAV Sektion Amberg.
    Du Darfst nicht rein in die Halle, weil Du ein Gewerbe betreibts und das geht Steurrechtlich nicht.
    Du kannst als DAV Mitglied (70€ Jahresbeitrag)die Halle buchen, das kostet Dir aber 20€. Du darfst nur nicht laut sagen, dass du da drinnen therapeutisch kletterst, sonnst läßt man dich erst gar nicht rein.
    Werbung für deine eigene Sache darfst du auch nicht machen. Du bist zwar DAV Mitglied und unterstützt den Verein, aber Werbung geht nicht, weil du könntest ja ein paar Cent verdienen. Innovation ist auch nicht gefragt. Du kannst höchstens DAV Mitgliedern auflauern und ihnen deine Karte heimlich in die Hand drücken. Du darfst aber als DAV Mitglied kostenlos deine eigene Sache im Verein anbieten.

    1. Der DAV kommst seiner sozialen Verantwortung nicht nach. Er verhindert, dass Ergotherapeuten in und um Amberg die Halle offiziell nutzen, obwohl er damit Geld verdienen könnte.

    2. Der DAV schottet sich gegen jede Innovation ab, er kocht sein Ego im eigenen Saft.

    3. Ich verfasse jetzt meine Austrittserklärung

  2. gerhard sagt:

    @Du Darfst nicht rein in die Halle, weil Du ein Gewerbe betreibts und das geht Steurrechtlich nicht.

    also das es wegen der steuer ist, kann ich mir nicht vorstellen!!!!
    _________________________________________________________

    seid 2009 dürfen nur noch der DAV oder Bergführer Kletterkurse anbieten!!! – wenn ich mich nicht täusche

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