Julia Chanourdie klettert 9a, Fred Nicole mit 8B+/C-Erstbegehung, Alexander Megos im 9a+ Modus und Chris Sharma mit neuer DWS Route

Fred Nicole mit neuem Boulder im Murgtal

Fred Nicole Feudel TeaserEs gibt wenige Boulderer, die seit mehreren Jahrzehnten so konstant wie Fred Nicole unterwegs sind, sei es leistungsmäßig aber auch was Neuentdeckungen angeht. Fred Nicole hat ja auf der ganzen Welt seine Spuren hinterlassen, sei es in den USA, in Indien aber eben auch ‚daheim‘ in Europa. Und hier lag ihm schon immer mehr das Entdecken und weniger das Wiederholen, aber eines haben die Boulder gemeinsam: Der Fels ächzt, wenn Fred drin hängt und den letzten Rest Wasser rausquetscht. Und nun gibt es im Murgtal, wo Fred seit etwa 15 Jahren immer Linien eröffnet und 2015 Arzak (8C) erstbegangen hat, eine weitere neue Linie: Netsuke (8B+/C). Silvan Dermont entdeckte einen etwas versteckten Block im Sektor Steibrächer und zeigte den Block Fred Nicole, der sich sofort für die Linie quer durch das Dach interessierte.

„Anscheinend gab es hier in seinen Augen einige Strukturen, die er als haltbare Griffe betrachtete. Als Fred seine ersten Versuche machte, zeigte sich schnell, dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde. Der Einstieg, wie auch die letzten vier Züge hatte er vergleichsweise rasch ausgebouldert. Aber auch diese Moves haben es in sich. Im Mittelteil versuchte er einen weiten Zug mit rechts auf den bereits erwähnten Seitgriff. Dieser dynamische Zug beziehungsweise das Stabilisieren danach erschien als fast unmöglich. Um den Zug etwas zu verkürzen, nahm er mit rechts eine Microleiste als Zwischengriff dazu. Mit jeder weiteren Session konnte er diesen Zwischengriff besser und besser festhalten. Nach etwa 10+x Tagen gelang Fred Nicole im Frühling 2017 die Erstbegehung von Netsuke (8b+/c).“ (Quelle: bouldern.ch)

Alex Megos im 9a+ Modus unterwegs

Alex MegosAlex Megos war gerade mit dem Fotografen, Kletterer und Moderator Liam Londsdale auf Tour durch Tirol um vermutlich für Sponsoren Fotos zu schiessen seine eh schon gut gefüllte Tickliste weiter zu füllen und zwar mit Routen beispielsweise im Zillertal. Und das könnt ihr jetzt glauben oder nicht, aber Alex war noch nie immer Zillertal bis dato. Also eine ziemlich große Spielwiese. Los ging’s direkt, wo sonst, in den Ewigen Jagdgründen mit Love 2.1 (8C+) und Dolby Surround (8C+), quasi zum Warmmachen und einer etwas grusligen Mehrseillängen-Tour am Schlegeis-Staudamm, die Alex „jedem für die Erfahrung empfehlen würde“. Wart‘ kurz… nö :)
Dann ging es aber ans Eingemachte, nämlich Jakob Schuberts Erstbegehung Companion of Change (9a+), für die Alex auch mal drei Tage tüftelte. Danach meinte er dazu: Jakob hat die Route mit 9a/+ bewertet. Aber für mich ist das klar eine 9a+ und eine ziemlich großartige noch dazu.

Danach ging’s an das Götterwand’l in Nassereith, wo er auch gleich ein paar Spuren hinterließ (aber auch noch nie vorher war): er verband den Start von Clash of the Titans (8c+) mit dem Vulcanus Projekt im oberen Teil und daraus ergibt sich dann eine 9a+: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass das eine 9a+ ist. Die Route besteht aus zwei klaren Abschnitten. Der erste ist etwa 8b+/8c, dann gibt’s eine miserable Rastposition und anschließend die Schlüsselstelle. Das sind etwa zehn Züge, die alle etwa 8A+ sein dürften und letzter Zug noch ein Schnapper aus einem Untergriff in eine Schlussleiste. Dann folgt ein leichter Ausstieg.

Obwohl es in Tirol ja wahrlich mehr als die zwei Wände „vor der Haustüre“ gibt und die „Gebiete großartig“ sind, muss die Tour weitergehen. Alex ist ja schließlich ned zum Spaß unterwegs… also auf nach Ceûse. Und hier ging es dann an die dritte 9a+ innerhalb einer Woche und gar keine Unbekannte. Jungle Boogie (9a+) steht schon seit knapp drei Jahren auf dem Speiseplan und diesmal war sie fällig. Alex dazu erleichtert: eines der Ziele auf dem Trip ist erledigt.

Chris Sharma mit neuer DWS-Kingline

Chris Sharma, Erstbegeher der legendären Es Pontas, die bis jetzt nur Jerney Kruder nicht abgeworfen hat, und überhaupt DWSler erster Güte, weil er einfach sackschwere Routen über Wasser erstbegeht, meinte auf Instagram: Free solo ist nicht mein Ding, aber wenn Wasser drunter ist, schaut’s schon anders aus. Hm, wir sind uns nicht so ganz sicher, ob ein 20 Meter Sturz auf’s Wasser so wesentlich besser ist, als auf einen Waldboden, aber hey, seine Wort, nicht unsere. Aber nachdem der Gutste ja auch schon 36 Lenze auf dem Buckel hat, geht er da natürlich auch etwas besonnen dran. Alle fünf Meter wurde planmäßig erstmal ins Wasser gehüpft um zu schauen, ob auf den Boden aufgeschlagen wird. Bis kurz vor das Ende, also auf etwa 30 Metern. Und weil die neue — bisher namenlose — Route auch leichter ist, als Ashana und Es Pontas, wurde für die Schlüsselstelle auch kein Seil genommen. Warum auch, ist ja Wasser drunter… So und wer jetzt diese wirklich beeindruckend aussehende Route probieren will, sollte sich mit seinen Eiern Richtung Vallon Pont d’Arc in Frankreich aufmachen.

 

Julia Chanourdie klettert 9a

Last but not least: Julia Chanourdie konnte Stefano Ghisolfis Hell’Avaro (9a) klettern. Die Route ist eine Variante von L’Avaro (8c+) in Tetto di Sarre. Sie konnte mit Ground Zero bereits eine 9a klettern und bestätigt somit ihre starke Form.

 

 

klatsch-tratsch-stuff-hl2

 

Melissa Le Neve vom Wagemut des Alpinismus hingezogen

gossip4-websorry Jungs, Melissa ist raus. Die sympathische Französin wurde turtelnd auf der Outdoor Messe gesichtet und zwar mit… (pfff, das ist hier doch nicht Gala). Die Blicke der beiden verriet trotz aller Bemühungen einiges, wenn nicht sogar alles und es würde uns nicht wundern, wenn beide in nächster Zeit noch mehr gemeinsame Fotos von Klettergebieten posten.

Hätten wir das Bild bei Instagram gepostet dann vermutlich mit folgenden Tags: #fearnoheight #awkwardfotoframe #nofilter #makeloveandclimb

Shauna Coxsay und …

das Leben als IFSC Weltcup Starterin ist nicht leicht. Abgesehen von den wöchentlich wechselnden Zeit- und Klimazonen kommen auch noch unendliche Stunden in den überfüllten Wartehallen diverser Airports zusammen. Wir wollten herausfinden wie Profikletterer solche Situationen meistern und haben uns keine geringere als die aktuelle Nr. 1 im Boulder Weltcup, Shauna Coxsay ausgesucht. Und siehe da (in erbärmlicher Auflösung): ein XL-Rätselheft hilft bei der Warterei im — von Junggesellenabschieden — überfüllten Manchester-Terminal. Da in Vail die dritte Goldmedaille von fünf Wettkämpfen rauskam, kann man sicher sein, dass das Rätselheft ein großer Bestandteil der Medaille ist.

[Buchvorstellung] Athletiktraining fürs Klettern und Bouldern

9783742301048.jpg.400x0_q85Ob im Freien oder indoor, gesichert oder ungesichert: Klettern beansprucht den ganzen Körper. In „Athletiktraining fürs Klettern und Bouldern“ erhält der Leser theoretisches Hintergrundwissen, das er mit Hilfe von über 60 bebilderten Übungen direkt anwenden kann. Darüber hinaus gibt der Sportwissenschaftler und ausgebildete Klettertrainer Bernd Bachfischer einen informativen Einblick in die Trainingspraxis: Welche Fähigkeiten sind notwendig, um richtig zu klettern? Welche Muskelgruppen werden am meisten beansprucht? Wie gestaltet sich der optimale Regenerationsprozess? Der fachlich fundierte Ratgeber erklärt verschiedene Trainingsmethoden mit und ohne Geräte. Außerdem enthalten: Anregungen für Trainingspläne jeden Leistungsgrades sowie Tipps für ein motorisches Koordinationstraining.

 

Edurne Pasaban hält in Zürich einen Vortrag

Ihr Name ist Legende: Edurne Pasaban, baskische Profibergsteigerin, ist eine der erfolgreichsten Bergsteigerinnen der Welt. Als zweite Frau, manche Quellen führen sie auch als erste Frau auf, hat sie alle 14 Achttausender der Welt bestiegen. Mit unzählige Auszeichnungen, unter anderem die Goldmedaille für sportliche Verdienste 2010 und den Preis „Universelle Baskin“, der ihr von der baskischen Regierung 2011 verliehen wurde, wurde sie für ihre grossartigen Leistungen geehrte. Heute hält Edurne Vorträge in Unternehmen und Sportorganisationen und setzt sich unter anderem mit der Stiftung Mountaineers for the Himalayas Foundation für Ausbildungsprojekte himalayischen Kinder ein.

Am 5. Juli 2017 um 20 Uhr ist die Spanierin in der Transa Filiale Zürich Europaallee zu Gast und erzählt (auf Englisch) während rund 90 Minuten aus ihrem Leben als Alpinistin und Mutter, spricht über ihre Erfahrungen als professionelle Bergsteigerin, ihre persönlichen Etappenziele während 20 Jahren Expeditionen im Himalaja, wieviel Risiko man bereit ist für seine Ziele einzugehen und was für sie Outdoor bedeutet.

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