Hannah Pongratz und Stephan Vogt gewinnen die norddeutschen Bouldermeisterschaft 2018

Das Wochenende 03./04. März 2018 stand ganz im Zeichen des Bouldersports. Die Boulder Base Bremen war am Samstag Austragungsort der diesjährigen norddeutschen Bouldermeisterschaft und am Sonntag der erstmalig ausgetragenen norddeutschen Jugendmeisterschaft Bouldern.

Norddeutschen Bouldermeisterschaft

Nach mehr als zwei Tagen Routenbau öffnete die Boulder Base ihre Pforten und präsentierte den aus ganz Norddeutschland und Berlin angereisten Athleten bereits in der Qualifikation anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben, die sich dann von Runde zu Runde weiter steigerten.

Beim abschließenden Finale der besten 6 Athleten und Athletinnen wurde den Zuschauern dann Bouldersport vom Feinsten geboten. Während sich bei den Herren schon früh Stephan Vogt als stärkster Boulderer herauskristallisierte blieb es bei den Damen bis ganz zum Schluss spannend. Als Laura Polomsky als letzte Starterin vor den letzten Boulder trat wusste jeder im Publikum worum es ging. Würde Sie diesen Boulder klettern, wäre das der Sieg, ansonsten Platz 2. Letztendlich war es dann extrem knapp. Sie hatte die Fingerkuppen schon am Topgriff, konnte diesen Dann aber nicht festhalten. So ging der Titel der norddeutschen Meisterin an die erst 16-jährige Hannah Pongratz.


Damen:
1.Platz: Hannah Pongratz
2.Platz: Laura Polomsky
3.Platz: Martha Karpeter

Herren:
1.Platz: Stephan Vogt
2.Platz: Levin Schilling
3.Platz: Felix Leuoth

Norddeutschen Jugendmeisterschaft Bouldern

Über Nacht wurde dann noch einmal neue Boulder gesetzt, an denen sich die rund 70 Kinder und Jugendlichen in der Qualifikation austoben konnten. Damit hat sich die Anzahl der Starter in diesen Altersklassen gegenüber den Vorjahren deutlich erhöht. Aber nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität konnte sich sehen lassen. So waren alle norddeutschen Athleten, die für den diesjährigen Deutschen Jugendcup nominiert sind, am Start.

Im anschließenden Finale zeigten vor allem die stärksten der jeweiligen Altersklassen auf welch hohem Niveau in Norddeutschland gebouldert wird. Besonders hervorzuheben ist die Leistung vieler Starter in der A-Jugend, die bereits am Vortag bei den Erwachsenen gestartet waren und heute nochmals auf der Matte waren.

C-Jugend


weiblich:
1.Platz: Mia Apel
2.Platz: Maya Hammerschmied
3.Platz: Amina Herwig

männlich:
1.Platz: Tjark Maass
2.Platz: Erik Henkel
3.Platz: Louis Behrendt

B-Jugend


weiblich:
1.Platz: Luise Svensson (Hamburg & Niederelbe)
2.Platz: Nuria Brockfeld (Osnabrück)
3.Platz: Marlene Aselmeier (Hildesheim)

männlich:
1.Platz: Thorben Perry Bloem (Braunschweig)
2.Platz: Oliver Lebold (Braunschweig)
3.Platz: Jesse Haverkort (Oldenburg)

A-Jugend


weiblich:
1.Platz: Hannah Pongratz (AlpinClub Hannover)
2.Platz: Nina Opitz (Chemnitz)
3.Platz: Isabell Grütter (AlpinClub Hannover)

männlich:
1.Platz: Jost Henkel (AlpinClub Hannover)
2.Platz: Lasse von Freier (AlpinClub Hannover)
3.Platz: Samuel Frank (AlpinClub Hannover)

Die offene Norddeutsche Bouldermeisterschaft ist einer von zwei Qualifizierungswettkämpfen zur Nord-Ostdeutschen Meisterschaft Bouldern, auf der man sich dann zur Deutschen Meisterschaft qualifizieren kann. Da war es sehr enttäuschend, dass aus Sachsen nur eine einzige Teilnehmerin am Start war und aus Thüringen niemand den Weg nach Bremen fand. Da sind unsere norddeutschen Athleten wesentlich engagierter. Für die am nächsten Samstag in Dresden stattfindenden offenen sächsischen Meisterschaften haben sich insgesamt 53 Starter aus unserem Landesverband angemeldet. Das verspricht für die Nord-Ostdeutsche Bouldermeisterschaft am 17.03.2018 in Braunschweig ein starkes norddeutsches Team.

Die Aufteilung des Wettkampfes auf zwei Tage hat sich bewährt. Der Zeitplan ist nicht so eng getaktet. Vor allem wird aber den Bedürfnissen der Jugend Rechnung getragen und die sind unsere sportliche Zukunft, in die es zu investieren lohnt. Wir hoffen, dass sich dieses Format trotz höherem Aufwand für die Zukunft durchsetzen wird.

Ganz besonders freut uns, dass sich das Wettkampfklettern in der Breite etabliert hat. Dies ist seit Jahren eines der wichtigsten Anliegen des Landesverbands. Gingen die Podiumsplätze in der Vergangenheit meist nur an die Athleten von zwei oder 3 Sektionen, können diesmal 9 Sektionen stolz auf ihre Medaillengewinner sein. Wir hoffen dies ist ein weiterer Anreiz für die Förderung des Wettkampf- und Leistungssports in den Sektionen.

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