Gabriele Moroni bouldert 8C, Roland Hemetzberger wiederholt WoGü (8c) und Doro Karalus klettert 8c+

Roland Hemetzberger klettert WoGü (8c)

Roland Hemetzberger kann eine weitere legendäre Alpinroute in seine Tickliste schreiben: er konnte die WoGü (8c/+) im Rätikon wiederholen. Die WoGü wurde ’97 von Beat Kammerlander eingebohrt und projektiert, aber nie selber frei durchstiegen. Seitdem haben es viele probiert, was ihr einen gewissen Ruf bescherte. Erst 2008 konnte der damals 15-jährigen Adam Ondra die Route am Stück frei klettern. Seitdem dauerte es wieder ein paar Jahre bis Edu Marin die Route 2016 wiederholen konnte und nun hat sich Roland die dritte Begehung der Route geholt. Die Schwierigkeiten der einzelnen Seillängen sind 8c, 8a, 8c, 8b+, 8b+, 8a+, 7c+, wobei Edu Marin damals meinte die erste SL könnte sogar 8c+ sein. Ungeachtet dessen ist die WoGü eine der schwersten Mehrsseillängen-Routen der Welt.

 

Doro Karalus klettert Battle Cat (8c+) im Frankenjura

Irgendwie ist uns diese News durchgerutscht, aber eine 8c+ in Franken kommt ja auch nicht jeden Tag vor und erst recht nicht bei den Mädels. Die bei den Damen beliebte und für fränkische Verhältnisse mit 70 Zügen schon ein Ausdauerhammer wurde 2011 von Markus Bock erstbegangen. Die Route verlangt nicht nur ein gutes Laktatwertemanagement sondern auch ordentlich Leistenpower in den Fingerkuppen. Aber auch die für Franken typischen Fingerlöcher können den ein oder anderen ungewollten Abflug im Durchstiegsversuch einleiten. Doro Karalus konnte Ende September Battle Cat (8c+) am Hängenden Stein nähe Velden wiederholen und schreibt auf Instagram..

What’s the best therapy when you loose one of the most important persons in your life? Go outside and move. My Dad would’ve gone climbing and so did I. Breathe in, breathe out… and let the body move on well engrained moves. My kind of meditation. With an empty mind and empty heart I somehow I ended up on top of my summer project, Battle Cat (8c/+) in the frankenjura. Sometimes climbing works better if you don’t care about it.

Dave Graham wiederholt Gepresster Hase (8B+)

Dave war Anfang 2000 quasi der Hausmeister der Tessiner Bouldergebiete und sorgte für den rasanten Anstieg von 8B+ und 8C Boulder im warmen Kanton der Schweiz. Eines Tages entdeckten dann ein paar Jungs den Sustenpass als perfektes Sommer Bouldergebiet und es lag auf der Hand, dass Dave da auch das ein oder andere Mal vorbei schaute.  Aber so wie der Winter kommt und geht verfliegt auch die Zeit und so vergingen 16 Jahre bis Dave kürzlich auf dem Heimweg von den Rocklands einen Zwischenstopp in der Schweiz bzw. am Sustenpass einlegte. Mit den Begehungen von Manhatten Reine Cantonale (8B+) und Gepresster Hase (8B+) durchaus erfolgreich. Zumal das Wetter eher gegen einen Begehung gearbeitet hatte.

Here’s a video from my ascent of Gepprester Hasse [8b+] up in Sustenpass last week. Over three days of effort amidst a massive storm system, the strategic radar observation, placement of toilet paper to dry the four wet holds, and last minute beta modifications I snuck in an ascent of this amazing @swizzyboulderingjust before the terminal wave of rain arrived. It was crazy to return to this boulder after nearly 16 years since my first visit;

Gabriele Moroni bouldert 8C

Gabriele Moronis Lieblingsmonat ist September. Nicht nur, weil er da Geburtstag hat, sondern auch weil da die besten Bedingungen herrschen. Daher auch der Begiff in Kletterkreisen Sendtember. Klettertechnisch war dieser „Sendtember“ für Gabi ziemlich produktiv. Vielleicht nicht unbedingt Masse, dafür aber Klasse.

Als erstes hat er sich Murano (8B) in Champorcher ausgesucht und da ein altes Projekt beendet, indem er noch einen 7c+ Sitzstart dazu gebastelt hat. Murano Sit dürfte dann etwa bei 8B+ liegen, meint er.

Im Anschluß hat er sich Niky Cerias Boulder Ziqqurat (8C) in Gaby im Aostatal ausgesucht. Bereits nach Tag 1 war er gefesselt von dem Problem und so steckte er jede frei Minute ins Projektieren. Auch mit dem Antrieb, dass er zu Beginn nicht mal die einzelnen Zügen klettern konnte. Das änderte sich aber im Laufe der folgenden Tage und kurz nach seinem 30. Geburtstag konnte er dann Ziqqurat wiederholen.

Und was kommt nach dem Sendtember? Richtig… Rocktober ;)

 

 

Projekt Zentweg – Bern bekommt eine Boulderhalle im XL Format

Seit Anfang dieses Jahres baut die bimano GmbH im Osten von Bern, ein Restaurant mit Konzertbühne, einen Indoor-Spielplatz mit Skatepark und eine Boulderhalle. Die bimano Crew führt seit 2013 im Rossfeld „z‘ Büro“, die damals erste Boulderhalle der Stadt. Ein auslaufender Zwischennutzungsvertrag veranlasste zur Suche nach einer neuen Lokalität, welche im Zentweg gefunden wurde.

Obwohl die Bauphase eher unkonventionell verlief und das gesamte Areal in Eigenleistung ausgebaut und wo immer möglich alte Materialien wiederverwendet statt Neues gekauft wurde, hoffen die Betreiber Pascal und Ramon Trachsel zusammen mit Wolfgang Antz  auf finanzielle Unterstützung, damit auch die letzten baulichen Massnahmen wie geplant über die Bühne gehen können.

Seit Montag, 18. September ist auf wemakeit.com/projects/projekt-zentweg eine Kampagne aufgeschaltet, wo hoffentlich CHF 60’000.00 zusammenkommen, so dass das Restaurant und der Indoor-Spielplatz wie geplant im November eröffnet werden können. Die Boulderhalle wird im Februar 2018 eröffnet.

 

Mr. Last Man Standing – Moritz Hans

Ninja Warrior ist in der Kletterszene nicht erst seit Jan Hojers Auftritt letztes Jahr in der Kletterszene angekommen. Und auch so ist es sportartübergreifend schon längst großes Thema. Ob es an dem Sender, an den Moderatoren oder an den Sportlern liegt… man weiß es nicht genau. Fest steht aber, dass Klettern oder Bouldern als Ausgangsgrundlage zwar kein Garant für ein Weiterkommen, aber die Grundlage schon sehr viel versprechend ist. Was Moritz Hans als Last Men Standing letzten Samstag einmal mehr bewies. Seitdem häufen sich bei ihm die Freundschaftsanfragen und Nachrichten fliegen ihm nur so um die Ohren und es werden Fragen gestellt wie:

Hört man den die Kommentatoren im Hintergrund?

Wie ist das so vor der Kamera?

War’s denn arg schwer? (Seine persönliche Lieblingsfrage)

Wettkampfklettern und Skibergsteigen – Kooperation mit der Polizei

Gute Nachricht für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler im DAV: Ab sofort können sich Athletinnen und Athleten im Bereich Sportklettern und Skibergsteigen in einer dualen Ausbildung zu Polizistinnen und Polizisten ausbilden lassen. Während dieser Ausbildung finden sie optimale Rahmenbedingungen für ihren Leistungssport vor. Eine entsprechend Vereinbarung haben Dr. Olaf Tabor für den DAV und Polizeipräsident Wolfgang Sommer stellvertretend für das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr haben am Dienstag, 26. September, im Kletter- und Boulderzentrum München Nord unterzeichnet.

Als Trainingsstützpunkte für die Absolventinnen und Absolventen des Programms Sportklettern dienen neben dem DAV Kletter- und Bouldernzentrum München-Nord die Boulderwelten München Ost und West sowie das Landesleistungszentrum Augsburg. Die sportfachliche Betreuung findet durch den DAV statt. Die polizeiliche Ausbildung findet in der nahe gelegenen VI. Bereitschaftspolizeiabteilung Dachau beim Ausbildungsseminar Sommersport statt.

 

Chris Schulte im First Ascent Modus durch die Schweiz

Chris Schulte ist ein ewig Suchender. Deshalb findet man ihn am ehesten an jenen Orten, die auf keiner Karte eingezeichnet sind. „Wo die Monster sind“, wie Chris zu sagen pflegt. Wo man beim Tritte suchen auf den rauen Felsblöcken vorsichtig sein sollte. Hier wächst er über seine Grenzen hinaus. Chris‘ Geschichte wird in seinem neuesten Video erzählt.

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