Chiara Closterman und Edita Vopatová klettern (8c) in Franken, Julia Chanourdie und Roland Hemetzberger 9a und Sachi Amma punktet bis 9b

Chiara Closterman und Edita Vopatová klettern (8c) in Franken

Am Samstag konnte Chiara Closterman nach wenigen Versuchen Odd Fellows (8c) an der Pornowand, in ihre Tickliste schreiben. Die von Markus Bock 2007 eröffnete Route fordert die Wiederholer/innen zu beginn an mit kräftigen Zügen an Löchern und Leisten, auf die ein mäßig-guter Schüttelpunkt folgt. Im oberen Teil neigt sich die Wand zurück, trotzdem ist an den recht kleinen Seitgriffen und Leisten volle Körperspannung gefragt. Irgendwie muss ja auch der Grad 8c am Ende zustande kommen.

Damit aber nicht genug! Denn an den zwei folgenden Tagen, zwickte Chiara auch gleich noch Lost and Found (8b+) sowie Schnullerarlarm (8b) weg. Vor allem über Schnullerarlarm konnte sie sich riesig freuen. Da dies eine Tour war, die sie schon immer einmal klettern wollte, meist aber von den vermeintlich „starken Jungs“ belagert wurde.

In Lost & Found bin ich eigentlich nur reingegangen, weil sich die Jungs so abgemüht haben ;-) Der Plan mich da reinzuschicken bestand wohl eher darin, dass ich wissen sollte wie schwer das da oben ist als darin, dass sie glaubten, dass ich eine Lösung dafür hätte. Nachdem ich die Züge allerdings ganz locker oben machen konnte, kletterte ich sie dann auch gleich im dritten Go. Das konnte mein Freund natürlich nicht auf sich sitzen lassen-schlimm genug, dass ich sie vor ihm geklettert bin, aber dass er sie gar nicht klettert, kam natürlich nicht in die Tüte. Nach dem Motto „Wo ein Wille da ein Weg“ oder vielleicht doch mehr “ Wo keine Kraft hilft, hilft nur noch mehr Kraft“ hat er sie dann niedergeholzt.

Auch die starke Tschechin Edita Vopatová sicherte sich am Wochenende eine der doch raren fränkischen Damenbegehungen im elften Grad. Nachdem sie schon 2013, Cringer (11-) am Hängender Stein punkten konnte, stand nun mit Klondike Cat (11-) eine weitere Bock Kreation auf der Wishlist. Nach diversen Ausflügen an die Bärenschlucht und extra Trainingsschichten, gelang Edita dann am Wochenende der so ersehnte Durchstieg.

 

Julia Chanourdie klettert ihre zweite 9a

Nicht nur die Männer aus der Kletterszene sind von dem französischen Klettergebiet Mollans angetan. Auch Julia Chanourdie schwärmt von den Überhängen und der Kletterei. Letztes Jahr war sie schon einmal kurz in Mollans, konnte da aber wegen einer Fingerverletzung nicht wirklich was schweres klettern. Dieses Mal sah es etwas anders aus. Denn die 25 Meter lange durchaus auch steile Linie Molasse’s on (9a) hatte es ihr angetan. Nachdem das Wetter im März dann endlich auch einmal besser wurde, nutzte Julia jede „Good GRip“ Bedingung um in der Route rum zu bouldern und  Fortschritte verbuchen zu können. Nachdem sie drei Ausbouldersession in 2 Wochen absolviert hatte, ging es an die Durchstiegsversuche. Wobei sie sich da etwas selbst überraschte. Denn es lief gleich beim ersten Go deutlich besser als gedacht und wenn man mal in einem Durchstiegsflow ist, sollte man sich bis zum Umlenker nicht mehr aufhalten lassen. Diese Wichtige Regel befolgte Julia und konnte mit Molasse’s on (9a) ihre zweite Route im Grad 9a in die Tickliste schreiben.

Alex Puccio bouldert 8B+

Powerhouse Alex Puccio hat wieder einmal zugeschlagen. Nachdem sie mit ihren Begehungen von Beautification (8A) und Turbulence (8A+) in Leavenworth schon recht gut loslegte, setzte sie mit Penrose Step (8B+) dem ganzen noch eines drauf.

AMAZING!!! Revenge after getting robbed a year ago when I fell off the very end and then the rain came in. It went down second day this trip and I tried it I think 2 days last time. So took 4 maybe 5 days in total split over the two trips. What an AWESOME line!!! :)

Wenn sich Jens von 8a.nu nicht verzählt hat, stehen schon 168 Boulder die mit den Grad 8A und schwerer bewertet wurde, in der Puccio Tickliste. Bevor wir bei uns nachzählen, ob wir überhaupt so viele Boulder jemals geklettert sind, müssen wir die Meiringer IFSC Fan Gemeinde leider noch enttäuschen. Denn Alex wird am Wochenende nicht starten. Ihr Hauptaugenmerk wird dieses Jahr die WM in Innsbruck sein und dafür startet sie zwar an dem ein oder andern Boulder sowie auch Lead Weltcup. Aber leider nicht an diesem Wochenende.

 

 

Sachi Amma im klettert sein 9a+/b Projekt

Das Sachi Amma zu den Leichtgewichten der Kletterszene gehört sieht man auf den ersten Blick. Das er aber auch den niedrigsten BMI Wert in der Szene hat und da sogar Akiyo, Kim und erst recht Alex sowie Adam dick aussehen lässt hat uns dann doch etwas gewundert*. Wobei wenn man hier von dick reden kann, ist maximal der Oberarm gemeint. Dies ist aber nicht die News über die wir eigentlich berichten wollten, sondern nur ein Teil des ganzen Newspuzzel. Denn auch wenn wir jetzt evtl. vorgreifen – mit einem BMI Wert von 25 kommt der Bub sicher keine 9b mehr hoch.

Nachdem Sachi nach dem Gesamtsieg des Lead Weltcups 2014 der Plastikszenerie den Rücken kehrte, machte er im folgenden Jahr mit seinen zehn 9a Begehungen auf sich aufmerksam. Auch das Jahr 2018 kann sich jetzt schon Blicken lassen. Denn, nach seiner Erstbegehung von Maturity (9a+) legte er mit der Begehung von seinem ERProject das im Anschluß auf den Namen Soulmate proposing getauft wurde, nach. Einen Bewertungsvorschlag hat er noch nicht abgegeben aber bei unseren Kollegen wieder schon gewohnt fleißigst spekuliert und der Grad 9b in den Raum geworfen. Wir sagen, schau ma mal denn seng ma schon ob Soulmate proposing (9b) ist oder auch nicht. Sachi meint selber es sollte wohl eine „softe“ 9b oder ne 9a+/b sein, eine Referenz hat der Bub mit Fight or Flight (9b) (welche er 2015 klettern konnte) ja eigentlich. Die Leistung ist so oder so nicht ohne.

 

*) Über Chris Sharmas BMI Wert reden wir lieber einmal nicht.  Am Ende glaubt noch unser Chef dass er 9b klettern kann.

Seb Bouin befreit Eyes bigger than the cave (9b)

Zugegeben, wenn man bei einem Sportlehrer im Sinne von Vollzeitbeschäftigten schreibt hat man so ein leichtes aber hämisches Grinsen im Gesicht. Trotzdem ist Seb in dieser glücklichen Lage und somit wohl einer der ganz wenigen – wenn nicht sogar der einzige im 9b Club –  der einer richtigen und auch außerhalb der kletterszene anerkannten Arbeit nachgeht. Nachdem das Projekt, Moove in Flatanger erst einmal verschoben werden  musste, nahm er sich einem 20 Jahre alten Projekt Namens Eyes bigger than the cave an. Im Grunde sagt der Name eh schon alles über die Line  – 70 Meter lang , steil und wahrscheinlich auch recht schwer. Denn wenn es leicht wäre, würden wir nicht darüber schreiben und es hätte schon früher jemand geklettert. Sebi Bouin schreibt lolgendes zur Bewertung und der doch recht langen und anspruchsvollen Kletterei…

If I compare this route with other I did or try, I can porpose 9a+/b. I think it’s harder than Chilam Balam (9a+/9b) and Pachamama (hard 9a+, proposed 9a+/9b by Patxi Usobiaga).

The first roof part is around 20-25 meters. After you reach a good rest and you can change your rope. Then you have a bouldery crux on one finger pocket to reach an other rest. Until here it could be 8c route. Then there is one resistant 9a to do. This 9a part is starting with big tufas, and after there is 7A boulder + 7A boulder + 7C+/8A boulder + 7B boulder. All these boulders problems are amazing.“

Will Bosi klettert Hunger (9a)

2010 konnte endlich auch Schottland, dank Malcolm Smith und seiner Erstbegehung Hunger (9a) am Anvil auf der Ostseite des Loch Goil, am Stammtisch der Kletterszene über den elften Grad mitreden. Denn bis dato kannten sie diese Schwierigkeit nur aus Erzählungen oder diversen Videos vom Festland. Nachdem Will Bosi (19) letztes Jahr schon in Spanien mit Jungle Speed (8c+ /9a) und A Muerte (8c+/9a) sowie mit Hubbel (8c+) schon die 11er Luft anschnuppern konnte, war seine motivation zur ersten Wiederholung der 25 Meter langen und für Schottland historisch wichtigen Routen, nicht ohne.  Denn bevor man überhaupt am Einstieg der Route ist, kann man sich bei der zwei stündigen Wanderung schon einmal entspannt aufwärmen. Es ist nur nachvollziehbar, dass Will um dem sonst recht langen Zustieg zu umgehen und die Beine zu schonen, recht schnell ein Fahrrad deponiert hat. Denn wenn man Hunger wiederholen möchte, muss man zuerst Fire Power (8b) und im Anschluß Dave MacLeod’s Body Blow (8b+) klettern. Da sollt der Oberschenkel dann auch mit spielen. Nach Rainshadow (9a) in Malham Cove ist Hunger (9a),  Wills zweite Routen in diesem Grad und wir sind uns sicher, auch nicht die letzte.

 

Roland „Rollo“ Hemetzberger begeht 9a

Wenn man sich so in den ganzen Boulderhallen Krafträumen umsieht, möchte man fast meinen, dass ohne einem 50zger Oberarm noch nicht einmal der Grad 7a* fallen kann. Diesen ganzen Oberarm- Trainingswahn trotzt Roland Hemtezberger seit Anfang an und beweist immer wieder aufs Neue, dass man keine Eisprinz Figur benötig um der Schwerkraft ein Schnippchen zu schlagen. Denn auch, wenn ma jetzt schon a Zeid lang nichts mehr von ihm gehört hat, was daran lieg dass der Bub sein Studium beendet und in Innsbruck einen Vollzeit Job begonnen hat, und vermeintlich glauben möchte dass er keinen Druck mehr unter die Fingerkuppen bekommt, täuscht sich gewaltig. Denn mit den „ersten“ Achleitner Sonnenstrahlen meldete sich Rollo auch gleich mit einem Paukenschlag und der Erstbegehung von Mantra (9a) in Achleiten zurück.

*) 7a* ist eine Bewertung am Fels und in der Halle meist Rot oder Pink.

Des weiteren waren auch noch …

  • Stefano Ghisolfi arbeitet eigentlich gerade an einer 9b/+ um wieder motivation und Einträge in der Tickliste zu bekommen, kletterte er zur Abwechslung schnell mal Gancho perfecto (9a) in Margalef
  • David Fitzgerald zog es nach dem Maltatal ins Tessin, wo er Big Paw (8B+/C) in Chironico abhaken konnte.
  • Luca Bana klippte den Umlenker von La Reina Mora (9a ) in Siurana
  • Zander Waller wiederholt mit seinen 14 Jahren die Red River Gorge Klassiker Southern Smoke (8c+) sowie Lucifer (8c+) und flasht Omaha Beach (8b+)
  • Jonathan Siegrist punktet mit  Re-Up (9a) in Cathedra und Bone Tomahawk (9a) in Fynn Cave gleich einmal zwei Elfer
  • Der gerade mal 15 Jahre junge Alberto Gines Lopez klettert mit Víctimes del Futur (9a)  seine erste Route in diesem Schwierigkeitsgrad
  • Gerome Pouvreau konnte sich nach Alex Megos und Adam Ondra die dritte Begehung von Supercrackinette (9a) sichern
  • Loic Zehani klippte mit Shashidananda (9a+) sein 9a+ Clubmitgliedschaft.
  •  Der junge Nachwuchsfranke Moritz Welt schenkte mit Erstbegehung Vietcong (8c) an der Ringlerwand, der fränkischen Schweiz eine weitere und durchaus schwere Route

.. erfolgreich am Fels unterwegs

 

 

Die Boulderhalle E4 schmeißt eine Runde freien Eintritt

Seit 2013 bietet euch das E4, die kreativsten Boulderprobleme in Nürnberg! Dies soll einmal mehr gefeiert werden. Aber nicht wie bei Boulderhallen gewohnt mit Superlativen und selbst Beweihräucherung, sondern gemütlich mit Freunden der Halle, dem Stargast Freibier und seinem Kumpel Freier Eintritt.  Wer er also am Samstag noch nichts vor hat und Otte und Dirk schon immer einmal zu ihrer Halle gratulieren wollte –  Samstag der 14.April wäre ein guter Zeitpunkt.

 

Der Ticket-Verkauf für die WM-Finalrunden in Innsbruck ist online

Während am Wochenende für die Athleten und Athletinnen der Weltcup startet, beginnt für das Saisonhighlight, die Kletter-WM 2018 in Innsbruck, seit Dienstag der Ticket-Verkauf für die Finalrunden. Bei der Saisonauftakt-Pressekonferenz des Kletterverband Österreich blickten die heimischen Top-Kletterer hochmotiviert auf die am Wochenende beginnende Saison. Beim Boulder Weltcup-Auftakt in Meiringen (SUI) wartet der erste Gradmesser auf die Athleten des KVÖ. Mit Sandra Lettner, Celina Schoibl und Laura Stöckler feiern drei junge Athletinnen ihr Debüt im Boulder Weltcup. Der große Saison-Höhepunkt ist die Heim-WM in Innsbruck vom 6. bis 16. September.

 

 

Elisabeths Platzerl in Miesbach sucht Verstärkung

Das Geschäftsgeheimnis von Elisabeth Schwojer heißt Lebensgefühl. Mit der Eröffnung ihres Cafés „Elisabeth’s Platzerl“ am Miesbacher Stadtplatz am Faschingsdienstag 2012 erfüllte sich die gelernte hauswirtschaftliche Betriebsleiterin einen Lebenstraum. Jetzt sucht das Team dringend Verstärkung mit abgeschlossener Berufsausbildung, Freude am Arbeiten und unkompliziert im Umgang mit lustigen Mädels. Termin bitte telefonisch vereinbaren 08025/9979440.

 

Die Anmeldung zu den adh-Open 2018 läuft

Die Hochschulmeisterschaften im Bouldern melden sich ende April in Tübingen zurück! Am 30. April.2018 verwandelt sich die Boulderhalle B12 zu einem „Vorlesungssaal“. Die „adh – Open Bouldern“ ist ein national ausgeschriebener Boulderwettkampf und der Titel versteht sich somit als deutsche Studentenmeisterschaft im Bouldern.  Also meldet euch an, haut rein und viel Spaß beim trainieren!

 

  • HIER bekommt ihr mehr Infos zu den adh Open und könnt euch auch gleich anmelden.
  • HIER geht es zur Ausschreibung und zum Meldebogen

Die IFSC Weltcup Saison beginnt dieses Wochenende in Meiringen

Meiringen ist vom 13. bis 14. April 2018 zum dritten Mal Gastgeber eines IFSC Boulder Weltcups. Die weltbesten Boulderer treffen sich zum Saisonauftakt im Berner Oberland und werden in der umgebauten Tennishalle ihr ganzes Können unter Beweis stellen.  Ein Abstecher nach Meiringen lohnt sich zwischen dem 12. und 15. April 2018 mehr denn je. So nah kriegt man die Weltelite sonst selten zu sehen. Nebst den spannenden Wettkämpfen bietet das Haslital Mountain Festival auch ein abwechslungsreiches und unterhaltsames  Rahmenprogramm. Wer es nicht ins Berner Oberland schaffen sollte, für den gibt es den gewohnten Livestream
Livestream Zeitplan – Sa. 14.04.

  • 11:00-14:00 MEZ: Halbfinale
  • Ab 18:45 MEZ: Weltcup-Finale Damen
  • Ab 20:00 MEZ: Weltcup-Finale Herren

 

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