Barbara Zangerl und Jacopo Larcher wiederholen Magic Mushroom, Anak Verhoeven mit 9a+ Erstbegehung und Hazel Findlay wiederholt Salathé am El Cap

Barbara Zangerl und Jacopo Larcher wiederholen Magic Mushroom (8b+) am El Cap

Barbara Zangerl und Jacopo Larcher haben sich die erste Wiederholung von der freien Begehung von Magic Mushroom am El Capitan gesichert. Die 8b+ Route mit 12 Seillängen wurde von Steve Sutton und Hugh Burton 1972 erstbegangen und war damals mit 5.7 (4b/A3) bewertet. 2008 haben Tommy Caldwell und Justin Sjong im Mai die Route überschlagend in fünf Tagen frei geklettert. Nach diesem Erfolg hat sich Tommy Caldwell aber noch einen Monat Zeit gelassen und die Route nochmal von unten angegangen und alle Seillängen selber rotpunkt und in 20 Stunden geklettert.

Aber zurück zu Babsi und Jacopo: die beiden mussten sich erstmal an den ungewöhnlichen Stil der Route gewöhnen. „Viele Ecken und Kanten“, meint Babsi zu den Schlüsselseillängen, und das im doppelten Sinne. Gerade die letzte 8b+ Seillänge, die sich gerade 50 Metern unterhalbs des Tops befindet, hatte es in sich. Vor allem Barbara hatte damit ihre Schwierigkeiten, weil sie zu Beginn den Abschnitt nicht mal im Toprope schaffte. Und auch die Zeit wurde zum Faktor, so hatten die beiden auch schon ihre Flüge verschoben und das nagte auch an Babsi. Und dann wurde nach einigen Tagen in der Wand und herumpuzzeln doch noch alles gut und sie konnte mit ihrer eigenen Lösung die Seillänge toppen.

Nach Zodiac und der freien Begehung von El Nino reiht sich Magic Mushroom damit in die stetig wachsende Liste von schweren Mehrseillrouten der beiden ein.

Wer sich noch genauer die Geschichte der beiden zu Magic Mushroom (8b+/12SL) lesen will, kann das hier bei rockandice machen.

 

Anak Verhoeven in absoluter Topform und mit einer 9a/+ Erstbegehung

Anak Verhoeven konnte nicht nur Ciudad de Dios (9a) und La Fabela (8c+) in den vergangenen Tagen wiederholen. Nein, sie hat auch gleich noch eine 9a/+ Erstbegehung in Santa Linya drangehängt: Für Ciudad de Dios pa la Enmienda schlägt sie 9a/+ vor.  Die Route ist die Verbindung von Ciudad de Dios die dann in Novena Enmienda weiterläuft. (Man weiß ja, dass die Routen da unten einfach eh viel zu kurz sind, also wenn einem die normalen Ausdauerhämmer (vulgo: Laktatmassaker) im 9a-Bereich nicht mehr reichen, dann hängt man halt noch eine dran ;).

Auf jeden Fall war die ganze Sache ned so einfach, Anaks Herangehensweise an die Bewertung ist aber dafür ganz schlüssig:

The guidebook calls Ciudad de Dios a 9a/+. That would certainly make the extension I climbed yesterday a 9a+. However, Edu Marin thinks Ciudad de Dios might have become 9a over the years due to new methods. And then the link-up would be a 9a/+.So what should I say?I think I know…I’ll call it a 9a/++

Nichts desto Trotz — und hier spricht klare Bewunderung aus unseren Worten — eine Wahnsinnsleistung, egal ob das „++“ stehen bleibt… oder man nicht doch gleich eine ‚richtige‘ 9a+ daraus macht.

 

Hazel Findlay begeht die Salathé Wall frei

 

Zwar schon gut zwei Wochen her, aber nichts desto Trotz eine fantastische Leistung: Die junge Britin Hazel Findlay konnte die Salathé Wall (8a/+, 5.13b, 35SL) am El Capitan klettern. Dank eines „epic all-weather 8 day push“, konnte sie mit Seilpartner Jonny Baker Anfang Dezember oben aussteigen und sich die dritte weibliche Begehung von der Wand sichern. Vor ihr waren es Steph Davis (2005) und Mayan Smith-Gobat (2011), die Route geschafft hatten. Aber auch die 28-jährige fühlt sich schon seit längerem in den BigWalls im Yosemite wohl. SIe konnte dort bereits 2011 Golden Gate (5.13a), 2012 PreMuir (5.13c/d) und 2013 Freerider (5.12d) wiederholen. Jetzt hat sie mit der Salathé einer der berühmtesten Routen dort in ihrer Tickliste stehen.

Benannt ist die Route übrigens nach John Salathé, einem Schweizer, der aussiedelte und der bereits 1945 das Klettern im Yosemite für sich entdeckte und in seiner Schmiede nicht nur Sky Hooks entwickelte sondern auch Lost Arrows —  neuartige Haken aus Chrom-Vanadium, speziell für den harten Granit im Yosemite.

Aber zurück zu Hazel und Jonny. Die beiden waren einige Wochen dort vor Ort und haben vier Tage den oberen Teil ausprobiert, in dem auch die eigentlichen Schwierigkeiten liegen. Danach ging’s dann runter ins Basecamp und der komplette Aufstieg, der acht Tage dauern sollte, ging los. Haben die beiden den unteren, leichten Teil noch überschlagend geklettert, führte Hazel alle weiteren schweren Seillängen, wie auch die Teflon Corner und Monster Offwidth.

 

Michaela Kiersch flasht 8A

Und nachdem wir die ganzen News nur von staustarken Mädels reden, darf natürlich die Bouderfraktion nicht fehlen, denn die Amerikanerin Michaela Kiersch konnte nicht nur gerade ihr College abschließen, sondern beim anschließenden Urlaubstrip auch gleich noch Diaphanous sea (8A) in Hueco flashen. Damit aber nicht genug, auch Barefoot on Sacred Ground (8A/+) und Dark Age (8A) in Hueco Tanks fielen ihr zum Opfer.

 

 

 

 

Daniel Jung macht C.R.S (9b) ‚kaputt‘

https://www.instagram.com/p/BckOUCvlNCM/?hl=de&taken-by=djung0

Und weil wir ganz oben schon eine News zu Barbara und Jacopo hattem, bilden die beiden und ein paar andere auch gleich den Abschluss dieser News.

 

 

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