Send vibez in the air!!

Matty Hong klettert Fight or Flight (9b)

Team Amerika bestehend aus Dave Graham, Daniel Woods, Matty Hong und sponsorenloser Joe Kinder tingeln seit ein paar Monaten mit nur einem Ziel durch die spanischen Klettergebiete. Schwere Routen abhaken.  Aber wie es halt so ist in Spanien, Geschenke gibt es da noch nicht einmal an Weihnachten. Was evtl. auch der Grund ist, warum dieses Jahr alle Stars und Sternchen so spät erst am Start sind. Wobei man schon zugeben muss, dass das Schwer bei Dave, Daniel und Co etwas schwerer ist als bei Tim, Ese und Eck aber hey, selber Schuld und so schlecht war die Ausbeute bis jetzt auch nicht.  Nur das Projekt Fight or Flight (9b) wehrte sich hartnäckig. Daniel war schon so frustriert, dass er lieber 9a Sammeln ging.  Matty Hong dagegen blieb dran und konnte alle 46 Züge am Stück durchziehen und klippte am Ende den Umlenker von Fight or Flight (9b). Dies gelang davor nur Chris Sharma, Adam Ondra, Jakob Schubert und Sachi Amma. Nun ist auch Daniel Woods wieder motiviert.

Bevor wir zu der „heutigen“ Hauptmeldung kommen, möchten wir euch noch ein paar weitere erwähnenswerte Leistungen nicht vorenthalten!

  • Shawn Raboutou konnte mit First Ley (9a+) seine ersten Routen im obersten elften Schwierigkeitsgrad klettern.
  • Alexander Rohr klippte den Umlenker von Alpenbitter (9a) in Gimmelwand
  • Thomas Dauser konnten in Franken mit The Essential (9a) seinen zweite 9a klettern.
  • Piotr Schab konnte an einem Tag  La Reina Mora (9a ) punkten sowie die Routen El Mon de Sofia (8b+) und Negociee (8b) Onsight klettern. In Your Face Schwerkraft!!

Perfecto Mundo (9b+) ist kein Projekt mehr, sondern eine Ansage aus Franken!

Chris Sharma wuchs in Santa Cruz als Surferboy auf und begann 1993 im zarten Alter von zwölf Jahren mit dem Klettern. Schon mit vierzehn gewann er die nationalen Klettermeisterschaften, mit fünfzehn gelang ihm seine erste Erstbegehung im Grad 5.14c und belegte im selben Jahr auch noch den zweiten Platz bei der Weltmeisterschaft in Paris. Im Jahr 2001 konnte Chris Sharma sein langfristiges Projekt Realization begehen, was damals mit der Bewertung 9a+ als die härteste Route der Welt galt.

Seitdem hangelt sich Chris von Projekt zu Projekt und verschob somit die Grenzen im Klettersport mehr oder weniger allein nach oben. Klar, hatte Chris Wegbegleiter wie Dani Andrada und die ganze starke Spanische Kletterszene, aber keiner hatte die Vision und die Hartnäckigkeit an einer Linie dran zu bleiben wie Chris.

Realization (9a+)
Es Pontàs (9a+/9b)

Jumbo Love (9b)
La Dura Dura (9b+)


Erst mit seinem Projekt Chaxiraxi (9b) und somit 10 Jahre nach seiner ersten 9a+, hatte Chris mit Adam Ondra einen Spielgefährten gefunden der ihn auch klettertechnisch pushen und zu neuer Motivation treiben konnte. Bei dieser Linie, die er selbst bis heute nicht geklettert ist, zeigte Chris eine weitere Seite von sich, die nicht nur in unserem Sport leider all zu oft dem Egoismus unterliegt: Seine Visionen teilen und anderen den Erfolg gönnen.

So auch bei seinem letzten großen Projekt Perfecto Mundo (9b+) wo er mit Alex Megos und Stefano Ghisolfi die letzten Wochen rumboulderte. Jetzt ist das für uns Aussenstehende quasi nur eine Frage der Zeit gewesen, bis Alex sich eine Begehung abholt. Die 25 steil überhängenden Meter müssen aber auch erst einmal geklettert werden. Denn auch wenn Chris nun Papa und fast 40 ist, auf der Brennsuppen schwimmt er immer noch nicht durch die Gegend und somit ist schwer davon auszugehen, dass eine Tour, die der Großmeister höchst- persönlich schon seit ca. 9 Jahren belagert, es ordentlich in sich hat und so einiges an Power verlangt.

Und Power ist etwas, was der Alex nun einmal hat. Und genau deshalb mag man kaum glauben, dass eine Pinch den Lucid Dreaming (8C) Wiederholer vor ein Problem stellen könnte. Doch keine Angst, der Bub ist nicht schwach geworden, denn genug Kraft zum halten hatte Alex, er hat die Zange leider „nur“ nicht immer richtig erwischt.

Am Donnerstag morgen passte dann alles zusammen. Der Sprung vom Einfingerloch zur Pinch klappte diesmal perfekt und die restlichen Klettermeter waren nur noch eine Frage der Ausdauer.

Mit dem klippen des Umlenkers hat Alex nicht nur seine erste 9b+ geklettert und darf somit Perfecto Mundo (9b+) in seine Tickliste schreiben, er ist jetzt auch einer von Dreien, die diesen Grad überhaupt geklettert sind.

Alexander Megos konnte sich die Erstbegehung sichern und auch gleich seine erst 9b+ Route klettern.

Still can’t believe how fast it can change from being so focused on one single project and giving it all you have to being totally relaxed, satisfied and happy just the moment after sending. This process taught me a lot and I’ve learned a lot about myself during these past few weeks.
You were a good teacher „Perfecto Mundo“.
Luckily I had Steghiso and Chris Sharma to help me get my homework done

Wir können nur vor dieser Leistung unseren Hut ziehen und auf das Inteview mit Alex im Climb Magazin hinweisen.

 

 

Thomas Huber BR Lebenslinien

Thomas Huber ist es gelungen, mit seinem Bruder Alexander die Leidenschaft fürs Bergsteigen zum Beruf zu machen. Trotz anhaltender sportlicher Erfolge, der Liebe zu seinen Kindern und einer glücklichen Ehe lastet auf ihm der Druck, das alles unter einen Hut zu bringen.

1966 im Chiemgau geboren, tritt Thomas Huber früh in die Fußstapfen seines bergbegeisterten Vaters. Bergwandern ist Thomas zu wenig, je gewagter ein Aufstieg, umso mehr reizt er ihn. Er sucht sich erfahrene Kletterer, von denen er begierig lernt. Bald schließt sich ihm sein zwei Jahre jüngerer Bruder Alexander an. Nachdem Thomas in seiner Zeit als Student mit dem Versuch scheitert, ein Sporthotel zu eröffnen, tritt er die Flucht nach vorn an: Thomas und Alexander machen ihre Bergleidenschaft zum Beruf.
Zusammen werden sie als „Die Huberbuam“ bekannt, unter anderem durch den Kinofilm „Am Limit“. Dabei geht es nicht mehr um Höhenrekorde, sondern um Geschwindigkeit und das Bezwingen extremer, noch unbegangener Routen.
Kaum ist der Schritt zum Profisportler vollzogen, wird Thomas Vater und muss fortan eine Familie mit dem von Sponsoren gut bezahlten Extremsport ernähren.
Zwischen den Expeditionen gehen die Brüder immer wieder eigene Wege. Als Ausgleich zu dem Erfolgsdruck, der auf ihm lastet, singt Thomas in einer Heavy-Metal-Band und geht zum Base-Jumpen. Dieses äußerst gefährliche Hobby sieht seine Frau Marion mit großer Skepsis. Nun steht er mit Anfang fünfzig vor der Entscheidung, ob er noch einen Sprung riskieren soll.

DMM Frankenjura Testevent

Auch dieses Pfingsten kommt DMM mit einem ganzen Tross über den Teich und hat ein nettes Test-Programm auf die Beine gestellt. Die DMM-Crew inklusive dem Climbing Team versorgt euch von 17. bis 21. Mai 2018 bei der Oma Eichler, Obertrubach mit Testmaterial sowie Tipps und natürlich darf auch das obligatorische zerbersten alter Karabiner nicht fehlen.  Es gibt jede Menge neuer Hardware-Entwicklungen zu besichtigen und auszuprobieren, vieles kann über einen ganzen Tag geliehen werden und direkt am Fels getestet werden. Dazu gehören die neuen Dragon Cams 7 & 8, sowie das ein und das andere  Express-Sets, aber auch HMS – Karabiner und Gurte.

Babsi Zangerl und Jacopo Larcher ignorieren die Bolt in Gondo Crack (8c)

Ende der 90er-Jahre bohrten Maurizio Pellizzon und Allesandro Manini die Rissline Gondo Crack ein. Eine freie Begehung blieb ihnen, aber auch allen nachfolgenden Aspiranten (inkl. Tom (Wide Boy) Randall) verwehrt. Anfang letzten Jahres holten sich dann die Vorarlbergerin Babsi Zangerl und ihr Seil- / und Lebensgefährte Jacopo Larcher die erste freie Begehung.

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