Adam Ondra flasht 9a+ und begeht 9b, Jimmy Webb bouldert 8C in Tessin und ist Jan Hojer im zweiten Frühling?

Adam Ondra flasht 9a+ und klettert Eagle 4 (9b) in St Léger

Das Project 9a onsight bzw. 9a+ flash beschäftig Adam Ondra schon etwas länger und das ihm Alex (Megos) bei ersterem zuvor kam (auch wenn Adam kurz danach ebenfalls mit einem 9a onsight nachzog) spornte Adam noch mehr an das Thema 9a+ flash für sich zu gewinnen. Er sperrte sich fast ein halbes Jahr bei keine geringeren als dem Trainingsmonster Patxi Usobiaga ein, um genug Strom und die richtige Taktik für solch eine Begehung zu haben. Training alleine ist zwar eine gute Grundlage, aber auch die Linie muss  einem rein laufen, das Wetter sollte passen und bei einem Flash sind brauchbare Infos zu den Zügen auch hilfreich. Sind dann doch ein paar Komponenten die da zusammen spielen und passen müssen. Aber wem erzählen wir das? Ihr habt es sicherlich schon oft genug selbst erfahren.

Nachdem Adam 2012 einen Flash bei Biographie (9a+) und zwei Jahre Später bei Seleccion Anal (9a+) in den Sand setzte, gingen Ihm so langsam die Optionen aus. 2016 war Adam dann in St Léger im gange und sah eine Linie mit 9a/+ Charakter. Zu diesem Zeitpunkt war es aber noch ein Projekt von Quentin Chastagnier und fiel somit für einen Flash versuch auch raus. Ein paar Monate nach Adam kam dann Alexander Megos ins Gebiet und ebnete mit seiner Erstbegehung von Super Crackinette (9a+) den Weg zur der erwünschten Flash Option und schlug dann auch noch den Grad 9a+ vor.  Bäm!! Mit Quentin hatte Adam dann auch noch einen gefunden, der ihm jeden Zug perfekt ansagen konnte. Als dann auch noch der BD Haus und Hof Fotograf Bernardo vorbei kam und die Leistungskurve von Adam auch gut aussah, gab es schon fast kein zurück mehr. Es war alles für einen Flash angerichtet.

…And then, the pressure could be way bigger than competing in the finals of World Championships.

Beim Go zeigte Adam dann aber doch noch menschliche und für jeden Normal sterblichen Kletterer nachvollziehbare Züge. Denn am Anfang fühlt er sich noch Stark und zuversichtlich, aber als das Ende näher rückte, wurde auch er leicht nervös. Da er aber dann doch noch genug Kraftreserven hatte und den letzten schweren Zug weg knipste, kletterte er befreit zum Umlenker und schrieb so ein weiteres Kapitel Sportklettergeschichte.

And I felt just so strong and confident, but as the end was getting closer, I could feel a bit nervous. The final last hard move was heartbreaking, but in the end, I had a tiny margin and did not let go. The way towards the anchor was free and towards one of my proudest achievements of my carrier.

Dem Aber nicht genug, denn nach dem Adam sich selbst die Mentale Last von den Schultern genommen hat, konnte er befreit aufklettern.  Und wer Adam kennt, weiß dass schwere Linien vor ihm nie sicher sind. So wundert es auch keinen, dass er sich in  St. Léger auch noch einer 9b Linien angenommen hat.  Schon am zweiten Tag kam er bis kurz vor dem Umlenker und hatte das Seil schon im Karabiner gesehen. Dann brach aber ein Tritt aus und es hieß für Adam; Aussteigen!!   In den darauf folgenden Tage, war die Route nie wirklich trocken, so dass er im 9b Restday modus war. Erst Gestern konnte er dann wieder einen richtigen Go setzen, trotz erholter Unterarme und voller Motivation hieß es ein weiteres Mal für Adam zurück auf Los und ziehe keine 4000,-$! Dies konnte er so aber nicht auf sich sitzen lassen und verpasste am Nachmittag  Eagle 4 (9b) eine Erstbegehung.

Jimmy Webb im Tessin

Jimmy Webb und Co buchten fünf Wochen Fontainebleau. Auch wenn im Jannuar – Februar in Bleau der besten Grip am Start ist, können Schnee und Regen diesen auch über längeren Zeitraum gänzlich vernichten. Irgendwann sind dann auch die schnell trocknenden Gebiete nass und jeder weiß, dass man an feuchten Sandstein nicht Bouldern darf. Auch trockenlegen ist hier keine akzeptable Option! Da stellte sich dann für die Crew die Frage;

Was tun, wenn nix geht und der Urlaub sich dem Ende neigt?

Siehst du den Horizont?
Direkt überm Boden fängt der Himmel an
Und wär ich dort, dann würd ich wetten, dass ich ihn erreichen kann
Doch hier hat es den Anschein
Bin ich dafür zu klein

Also hau ich ab mit Sack und Pack
Und pack ein paar meiner Sieben Sachen die ich hab
Und dann wird mir klar: Es fehlt immer ein Stück,
Doch ich mach mir nichts draus,
Setz den Wagen zurück und bin raus!
Fahr gerade über Land es wir grade mal hell,
spüre Freiheit in mir, denk das ging aber schnell,
bleibe besser in mir, denn es gibt kein „Zurück“
Und alles was ich brauch ist mein Auto und Glück.
weiterlesen.

Vor vier Jahren war Jimmy schon einmal im schönen Tessin und Hinter lies eine Spur der Abwertung. Kaum ein 8C und 8B+ Boulder konnte sich seiner Jahrzehnte langer Bewertung mehr sicher sein, wenn Mr. Starkstrom die Startgriffe unter die Fingerkuppen bekam. Es gab nicht viele Boulder die er bei diesem Trip nicht hoch kam. Der Fred Nicole Klassiker Dreamtime (8C) hatte in diesem Jahr einen besseren Deal mit der Schwerkraft und warf ihn immer und immer wieder ab. Dieses mal sah es aber etwas anders aus und der Überraschungsmoment war auf Herrn Webbs Seite.

On the first day we went to Cresciano where I re visited an old project of mine. 4 years ago I spent countless days trying this thing and was never able to put it to rest. It was a massive mental and physical battle for me and it killed me to not be able to complete it. Fast forward now 4 years and with a different perspective I was able to complete the line on my first day back. Words can’t really describe the feeling of topping out something on your life list and I had to sit there for a while and reflect on what this single rock meant to me. Massive thanks to @fred_nicole for pioneering such an incredible boulder so that I can enjoy it almost 18 years later. 🙏 ‘Dreamtime’ 8C .. cheers of course to

Jan Hojer im zweiten Frühling?

Eventuell ist es euch auch aufgefallen, dass Jan Hojer in den letzten Monaten des öfteren in England beim trainieren war.  Da auch ein Alexander Megos regelmässig die Insel besucht um am Moonboard seine Leistungskurve zu pushen, ging man Anfangs davon aus dass auch Jan Hojer wie sein Kaderkollege die englischen Trainingskeller den abgehobenen Boulderhallen in Deutschland vorzieht.  In der IFSC Weltcup Blase wird schon längere vermutet und auch wir fragen uns nun langsam, ob seine Ausflüge nur mit dem Training sind?

 

Bad Tölz bekommt eine Boulderhalle

Als Erweiterung zur bestehenden Kletterhalle wird voraussichtlich im Herbst diesen Jahres aus dem DAV Kletterzentrum Obb. Süd das DAV Kletter- und Boulderzentrum Obb. Süd! In Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Tölz errichtet der Trägerverein DAV Kletterzentrum Obb. Süd eine moderne Boulderhalle mit insgesamt ca. 550 qm Grundfläche, zusätzlichen Umkleiden und Sanitäreinrichtungen sowie einen großzügigen Verweilbereich. Geplant ist eine primär breitensportliche Ausrichtung des Boulderangebotes für alle Alters- und Könnensstufen. Ein separater Kinderbereich rundet das vielfältige Angebot ab.

 

Sebastian Cotting schlägt 8B+ vor

Sebastian Cotting konnte kürzlich den Boulder Story of Tow Worlds Low (8C+) abhaken. Mit seinem nachträglichen Bewertungsvorschlag (8B+) bzw. der Meinung dass der Boulder wohl näher an 8B+ als an 8C sei stieß er, sagen wir mal nicht unbedingt auf Verständnis. Zum einen liegt es daran, das er selbst 3,5 Jahre benötigte um den Boulder wiederholen zu können und allein dieser Zeitrahmen ist schon seit Jahrzehnten ein Diskussionspunkt in der Kletterszene und dann gibt es natürlich auch noch so moderne Hilfsmittelchen wie Kneepad oder bzw. und auch modernere Schuhe. Und mal Hand aufs Herz, das er damit nicht ganz so freundliche Reaktionen hervorrief ist wohl jedem klar.

Ks.com:  Egal wie viel Zeit man in einer Linie verbringt, am Ende muss man sich immer noch festhalten  um den Topgriff zu erreichen.  Es ist aber auch so, dass um so öfters man diverse Sachen übt um so leichter gehen sie einem von der Hand. Das ist beim klettern genauso wie beim Essen, Tennis, oder  Fußball. Früher hatte man kein Chance mit Gabel und Löffel selbst mit Hilfe von Mutti, zu essen ,  20 Jahre später geht es sogar ohne Lätzchen und selbständig.   Wenn es dann aber Suppe gibt, trennt sich wieder die Spreu von Weizen. Dies besprechen wir aber ein anderes Mal…

Was das Thema Schuhe betrifft, sind wir der Meinung das es bestimmt den ein oder anderen Boulder gibt wo es eventuell leichte Vorteil gibt.  Aber es es gab auch schon 1998 weiche Schuhe ohne zwischen Sohle und das Toehook Pad ist auch nicht erst gestern erfunden worden. Zudem haben die Highend Jungs schon immer Sonderanfertigungen bzw. Prototypen bekommen. Wir lassen diesen Punkt also nicht groß zählen.

Wir lehnen uns sogar mal soweit aus dem Fenster, das wir behaupten, dass mit jedem sportlicheren Kletterschuh Model Highend geklettet wurde. Egal ob Tenaya, Ocun, 5.10, Scarpa oder La Sportiva. Denn am Ende muss man sich immer noch selbst festhalten.

Und dann gibt es ja noch das Kneepad! Da können wir nicht mitreden, denn auch wenn wir uns das ein oder andere Mal aus schmerz technischen Gründen eines gewünscht hätten, haben wir bis dato keine benutzt. Wird aber wohl a weng mehr Gripp haben wie ne weite  Cordhose. Aber dann gleich mal über ein Abwertung reden, weil man eins benutzt hat…… schwierig schwierig

Alex Puccio und Nathaniel Coleman gewinnen die USA Bouldering National Championships 2018

Anfang Februar trafen sich das Amerikanische How is How der Plastikszene um in Salt Lake City die neuen US Boulder Meister für 2018 zu ermitteln. Puccio holte sich zum 11.!mal!!! Die Gold Medalie und Nathaniel tänzelte, wie auch schon im im Vorjahr, durch jeden der Final-Boulder gemütlich im Flash durch und lies die Konkurrenz alt aussehen.


Ergebnis Damen:

1. Alex Puccio
2. Ashima Shiraishi
3. Brooke Raboutou

4. Claire Buhrfeind
5. Margo Hayes
6. Meagan Martin
7. Sierra Blair-Coyle
8. Sue Brumm
9. Sarah Bucknam
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Ergebnis Herren:

1. Nathaniel Coleman
2. Sean Bailey
3. Drew Ruana

4. Matt Fultz
5. Zach Galla
6. Carlo Traversi
7. Charles Barron
8. Solomon Barth
9. Daniel Beall
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Kommentare

  1. Zapa | | Antworten

    Hallo Kletterszene Redaktion,

    ich lese gerne eure Berichte und besuche täglich eure Seite, um mich auf dem Laufenden zu halten was unseren tollen Sport angeht.
    Leider häufen sich in den letzten Monaten die Rechtschreibfehler in allen Beiträgen, teilweise sogar so stark, dass ich das Lesen eines Artikels abbreche.
    Bitte versucht doch dies zu verbessern und die Artikel dadurch wieder lesenswerter zu machen. Einfach nur nach dem Schreiben mal durchlesen was man da gerade verfasst hat, kann da schon viel helfen und euch die Peinlichkeit ersparen :P
    Beste Grüße
    Zapa

  2. Gerhard Team Kletterszene | | Antworten

    Wir strengen uns wieder mehr an, versprochen!

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